Eva Schmidt


Eva Schmidt
Sonne in einem leeren Zimmer
Prosastücke

Mit einem Nachwort von Daniela Strigl

Umschlagabbildung: Tjark Ihmels

Fadengeheftete französische Broschur
24 Seiten, 12 Euro (D)
ISBN 978-3-9818555-6-2

Erschienen im Oktober 2019

Dass alles immer und überall auch ganz anders sein, ganz anders werden könnte, davon träumen, davon zehren die Menschen bei Eva Schmidt. Sie denken sich Konstellationen aus, sie leben in der Möglichkeitsform.

Schon in ihren frühen Prosastücken prägt die Autorin ihre ganz eigene Fasson eines literarischen Realismus. Nicht nur erinnern die surreal überdeutliche Ausleuchtung, das Spiel von Licht und Schatten und die Verlorenheit der dargestellten Gestalten an die Bilderwelt von Edward Hopper. Eva Schmidt hat drei Stücken zudem die Titel dreier seiner Gemälde gegeben: „Sonne in einem leeren Zimmer“, „Zimmer am Meer“ und „Nachtschwärmer“. Man muss die Bilder nicht kennen, von denen ausgehend die Erzählung aus- und weitergedacht wird, ihr melancholischer Existenzialismus vermittelt sich auch in Schmidts Prosa, die ohne Illusion, klar und unerbittlich die Aporien des modernen Menschen ausstellt.

Eva Schmidt
Eva Schmidt, geboren 1952, lebt in Bregenz am Bodensee. Ihre frühen Prosatexte wurden mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Förderpreis zum Bremer Literaturpreis (1986), dem Rauriser Literaturpreis (1986) und dem Nicolas-Born-Preis (1989). Der Roman
„Ein langes Jahr“, mit dem sie sich 2016 nach zwei Jahrzehnten des Schweigens
zurückmeldete, stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Im Frühjahr 2019 ist ihr neuer Roman „Die untalentierte Lügnerin“ erschienen.