Stefan Zweig

Stefan Zweig


Stefan Zweig
Die unsichtbare Sammlung
Eine Episode aus der deutschen Inflation
Erzählung

Mit einem Nachwort von Thomas Schröder
Zeichnung: Tjark Ihmels

Fadengeheftete französische Broschur
24 Seiten, 12 Euro (D)
ISBN 978-3-9818555-1-7

Erschienen im Oktober 2017

Die unsichtbare Sammlung“ erzählt von einer außergewöhnlichen Begegnung, die vor Augen führt, was die Kunst für einen Menschen bedeuten kann. Ein bekannter Berliner Kunstantiquar sucht Anfang der 1920er Jahre einen Sammler auf, der über Jahrzehnte einen Schatz wertvoller Graphiken und Kupferstiche zusammengetragen hat. Als er, unangemeldet, bei ihm vorspricht, muss er erkennen, dass der alte Mann erblindet ist. Aber damit nicht genug. Er erfährt, dass dessen Familie, getrieben von der galoppierenden Inflation, die Drucke völlig unter Wert verkauft und heimlich durch leere Blätter ersetzt hat. Der Sammler jedoch ist nicht davon abzubringen, ihm seine Mappen zu zeigen, deren Inhalt er in- und auswendig kennt …

„Die unsichtbare Sammlung“ – geschrieben 1925 – handelt von Gewinn und Verlust in einer Welt, in der alles seinen tradierten Wert verloren hat und auch die Kunst zur bloßen Ware geworden ist. Dagegen steht die Kraft von Imagination und Erinnerung als Quelle eines kulturellen Gedächtnisses, in dem der Gehalt eines nicht mehr Sichtbaren lebendig bleibt.

Stefan Zweig
Stefan Zweig wurde 1881 als Sohn eines jüdischen Textilfabrikanten in Wien geboren. Nach dem Studium der Philosophie, Germanistik und Romanistik bereiste er viele europäische und außereuropäische Länder. Als überzeugter Pazifist lebte er 1917/18 in der Schweiz und zog ein Jahr später nach Salzburg, wo er, ein leidenschaftlicher Sammler von Autographen, ein offenes Haus führte. 1934 emigrierte Zweig nach England und übersiedelte 1940 nach Petrópolis bei Rio de Janeiro, wo er sich 1942 gemeinsam mit seiner zweiten Frau das Leben nahm.

Stefan Zweig gehörte zu den international renommiertesten Autoren seiner Generation und hinterließ ein umfangreiches Werk, das ihm den Ruf eines humanistischen Europäers eingebracht hat. Zu seinen bekanntesten Büchern gehören „Verwirrung der Gefühle“, „Sternstunden der Menschheit“ und „Schachnovelle“ sowie die historischen Monographien „Joseph Fouché“, „Marie Antoinette“ und „Magellan“.